Töpfchentraining ab wann beginnen

Was ist Töpfchentraining.? Kaum etwas im Alltag mit Babys und Kleinkindern ist lästiger als das ständige Windelwechseln. Außerdem belastet der Kauf von Fertigwindeln oder ein Windelwaschdienst durchaus auch das Familienbudget. Nicht wenige Eltern sehnen deshalb die Zeit herbei, wenn ihr Kind endlich selbständig aufs Töpfchen geht. Allerdings kann es eine ganze Weile dauern, bis ein Kleinkind schließlich soweit ist, da dafür auch einige körperliche Voraussetzungen vorliegen müssen. Mit dem richtigen Töpfchentraining kann man diesen Vorgang aber etwas abkürzen und die Zeit für Eltern und Kind stressfrei gestalten.

Wann mit dem Töpfchentraining beginnen?

Wenn Babys auf die Welt kommen, ist ihre körperliche Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen. Das gilt nicht nur für solche leicht von außen wahrnehmbaren Fähigkeiten wie Laufen oder Sprechen, sondern auch für verschiedene Abläufe im Inneren ihres Körpers. Sowohl das Nervengeflecht im Bereich der Verdauungsorgane als auch die Schließmuskeln sind zum Zeitpunkt der Geburt keineswegs ausgereift. Bis ein Kind tatsächlich spürt, wann die Blase oder der Darm drückt, kann geraume Zeit vergehen. Noch länger dauert es, bis es diese auch bewusst kontrollieren kann.

Wie schnell diese Entwicklung verläuft, kann von Kind zu Kind ganz unterschiedlich sein. Die meisten Kinder beginnen aber im Alter von etwa zwei Jahren, sich für das Töpfchen oder die Toilette zu interessieren, und sind bis zum Ende des dritten Lebensjahrs zumindest tagsüber trocken. Wenn nachts noch eine Windel benötigt wird, ist dies auch bei Vier- und Fünfjährigen noch kein Grund zur Besorgnis. Wenn Eltern dagegen zu früh mit dem Töpfchentraining beginnen, kann sich dadurch das Sauberwerden sogar verzögern und für alle Beteiligten sehr anstrengend werden.

Training schon mit einem Jahr?

Bereits Babys zeigen durch ihr Verhalten, wann sie kurz davor sind, in die Windel zu machen. Durch intensive Beobachtung lässt sich also durchaus erreichen, dass ein Kind schon mit einem Jahr trocken zu sein scheint. Dazu muss man es allerdings ständig im Auge behalten und bei den kleinsten Anzeichen aufs Töpfchen setzen, auch wenn es gerade spielt oder sogar ohne Anlass häufige Töpfchenzeiten einhalten. So ähnlich wurde es von früheren Generationen auch praktiziert, weshalb viele ältere Leute noch erzählen, dass ihre Kinder schneller trocken gewesen seien. Allerdings war dies in der Regel keine echte Sauberkeit. Egal wie früh das Töpfchentraining beginnt, die Entwicklung des kindlichen Körpers erfolgt seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten.

Damit ein Kind sein Geschäft alleine erledigen kann, muss es seine Ausscheidungen kontrollieren können und sich zudem auch soweit mit seinen Eltern verständigen können, dass es das Bedürfnis, aufs Töpfchen zu gehen, auch anmelden kann. Trotzdem ist es sinnvoll, bereits frühzeitig ein Töpfchen zu kaufen. Auf diese Art und Weise kann das Kind es ganz entspannt kennenlernen und nach und nach seine Funktion verstehen.

Eltern sollten dabei auch keine Scheu haben und das Kind mitnehmen, wenn sie selbst auf die Toilette gehen. So begreift das Kind rasch, dass der Toilettengang eine ganz alltägliche Routine ist, auch wenn es selbst die Blase und den Darm noch nicht kontrollieren kann. Wem das zu privat ist, kann natürlich stattdessen auch mit dem Teddybären oder einer Puppe zeigen, wozu das Töpfchen gut ist.

Töpfchentraining mit Belohnung

Da das Sauberwerden ein ganz normaler Vorgang ist, den ein Kind größtenteils nicht willentlich steuern kann, ist eine Belohnung eigentlich nicht notwendig.Ein erfolgreich verrichtetes Geschäft und das Lob der Eltern dafür ist für Kinder meist Bestätigung und Ansporn genug. Wichtig ist dabei nur, auf gelegentliche Misserfolge mit Ruhe und Geduld zu reagieren.

Selbst bei Kindern, die schon geraume Zeit aufs Töpfchen gehen, kann es immer wieder passieren, dass doch einmal etwas in die Hose geht. Schimpfen kann in so einem Fall dazu führen, dass das Kind Rückschritte im Töpfchentraining macht.

Manchmal kann es aber vorkommen, dass Kinder den Stuhlgang nicht lösen wollen, weil sie Verlustängste oder nach einer Verstopfung Angst vor Schmerzen haben. In diesen Fällen können kleine Geschenke wie beispielsweise Sticker, die nach jedem Erfolg auf ein Wandbild aufgeklebt werden, tatsächlich hilfreich sein.

Tipps fürs Töpfchentraining

Das Allerwichtigste beim Töpfchentraining ist Gelassenheit. Vom ersten Probesitzen bis zum windellosen Durchschlafen kann es eine ganze Weile dauern, und auch kleine Missgeschicke zwischendurch sind völlig normal. Da Kinder anfangs nicht lange einhalten können und rasch aufs Töpfchen müssen, sobald sie den Drang verspüren, ist es sinnvoll, in dieser Zeit praktische Kleidung zu wählen, die leicht heruntergezogen werden kann.

Für die Übergangsphase sind auch Windelhöschen, die wie Unterhosen aussehen, sinnvoll. Ein lustiges Töpfchen in Form eines Autos oder eines Tiers motiviert zusätzlich, es auch zu benutzen. Und mit Hilfe eines passenden Bilderbuchs lässt sich immer wieder spielerisch zeigen, wie der Töpfchengang bewerkstelligt werden kann.

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